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Erfolgreicher Start in die Saison 2015

Heute konnten wir das Registrierungs-Quiz der Formula Student Germany 2015 rechtzeitig lösen und somit einen der begehrten Startplätze für das Event am Hockenheimring ergattern.

Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen Teams, die das Quiz erfolgreich abschließen konnten!

See you there!

 

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Newsletter Januar 2015

Titelbild_newsletter_1Die Saison 2015 ist bereits in vollem Gange und in den letzten Monaten ist bei uns viel passiert. Wir haben für unseren F15 einiges geplant, aber informieren Sie sich doch selbst, in unserem neusten Newsletter. Viel Spaß beim Lesen!
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Teamfoto Formula Student Austria

Rückblick Events 2014

Die Rennevents der Saison 2014

Nach einer langen Konstruktions- und Bauphase ging es im Sommer 2014 endlich zu den lang ersehnten Rennevents. Unser diesjähriger Bolide, der „ F14“ wurde vorher ausgiebig auf unsere Teststrecke in Michelstadt getestet und optimiert, sodass wir uns sicher waren, ohne größere Zwischenfälle alle drei Rennevents bestreiten zu können – weit gefehlt wie sich später heraus stellte.

Team 2014

Teamfoto Formula Student Germany

 

Den Auftakt der diesjährigen Rennsaison gab es bei der Formula Student Germany auf dem Hockenheimring, eines der größten Events weltweit. Hier galt es gleich gegen weit über 100 Teams aus aller Welt zu bestehen.
Nachdem wir uns sowohl auf dem Zeltplatz als auch in unserer Box häuslich eingerichtet hatten und nach letztem Feinschliff auch der „ F14 “ in Hockenheim ankam, konnten wir auf Grund unseres sehr guten Abschneidens beim Anmeldequiz sehr früh zur technischen Abnahme, der letzten Hürde vor den ersten Fahrdisziplinen. Auf Grund der sehr guten Vorbereitung gingen wir recht entspannt in die bekanntermaßen sehr anspruchsvolle technische Abnahme.
Soweit lief alles nach Plan, es wurden nur kleine Mängel festgestellt, welche sofort behoben werden konnten, jedoch wurde sehr schnell klar, dass das Vorhaben „ Technische Abnahme“ unser Team vor eine große Herausforderung stellen würde.

Eines der wichtigsten Rahmenrohre wies eine zu geringe Wandstärke auf, normalerweise das sofortige K.O. für die Abnahme eines Formula Student Rennwagens und der Supergau für unser Team. Glücklicher Weise schlugen die Judges uns eine Lösung für das Problem vor, um trotzdem die Abnahme zu schaffen.

Nachdem das Team den Schockmoment überwunden hatte machten wir uns sofort an die Arbeit und schafften es tatsächlich mit vereinten Kräften und einer fantastischen Teamarbeit in einer langen Nachtschicht das Problem zu lösen und am nächsten Tag die Abnahme zu schaffen.

Überrollbügel

Vorbereiten des Halbrohrs zum Aufschweißen auf den Überrollbügel

 

 

Die nächsten Tage, an denen die ersten dynamischen als auch die statischen Disziplinen stattfanden, verliefen soweit ohne größere Probleme, sodass wir am letzten Tag recht zuversichtlich in die Königsdisziplin der Formula Student starteten, dem „Endurance“.
Bis auf eine schlecht funktionierende Schaltung schien „Cecilia“, wie wir den F14 liebevoll getauft haben ohne Probleme zu funktionieren, sodass das Team zuversichtlich war, die 22 Kilometer ohne Probleme zu überstehen. Das gesamte Team hatte sich auf der Tribüne versammelt und wartete bei hervorragendem Wetter auf den Start zum Endurance.

Als unser Bolide endlich vom Startbereich auf die Strecke rollte war die Euphorie schlagartig verflogen, denn eine immer stärker werdende Rauchwolke folgte unserem Auto, bis es nach einer halben Runde von den Streckenposten gestoppt wurde und unser Fahrer das Fahrzeug fluchtartig verlassen musste, da Flammen aus dem Motorraum schossen. Glücklicherweise ist er mit dem Schrecken davon gekommen und auch das Auto blieb durch das schnelle Löschen der Streckenposten ohne Schäden.

 

Der Schock war für uns alle groß und die Enttäuschung noch viel größer, doch Erfolg und Misserfolg liegen in Rennsport nun mal eng beieinander. Die Enttäuschung konnte die abschließende von „Mahle“ gesponserte Party zumindest zum Teil lindern und was die Hauptsache ist, Spaß hat es gemacht in Hockenheim und vor allem haben wir eine Menge gelernt und viele Erfahrungen gesammelt, sodass wir zuversichtlich auf die zwei noch vor uns liegenden Events blickten.

Endurance

Schnelles Ende des Endurance, „Cecilia“ sowie Fahrer sind zum Glück nichts passiert

Hockenheim hatte die Schwächen des „F14“ aufgedeckt, diese galt es in der kurzen Zeit bis zum nächsten Event auf dem „Red Bull Ring“ in Östereich zu verbessern, sodass wir so viel Zeit wie möglich auf unserer Teststrecke verbrachten. Mit unzählig mehr Testkilometern im Gepäck fuhren wir also nach Österreich um diesmal wirklich zu zeigen, was unser Auto im Stande zu leisten ist. Nachdem wir sowohl Box als auch Zeltplatz bezogen hatten, war das Glück auf unserer Seite und wir konnten abermals sehr früh zur technischen Abnahme. Diesmal lief es wie am Schnürchen und wir hatten als zweites Team überhaupt die technische Abnahme in der Tasche. Somit blieb uns viel Zeit um das ein oder andere Fußballspiel auf dem Zeltplatz zu bestreiten als auch um unser Auto weiterhin ausgiebig zu testen, was auch bitter nötig war, denn wir hatten sehr mit den schlechten Gripverhältnissen des österreichischen Asphalts zu kämpfen, welche wir leider nur bedingt in den Griff bekommen konnten.

Dennoch liefen die einzelnen Disziplinen zu unserer Zufriedenheit und wir schauten zuversichtlich Richtung Endurance, wobei ohne Zweifel jeder von uns ein mulmiges Gefühl hatte, waren wir alle noch geprägt von Hockenheim. Leider verpassten wir unseren Startplatz durch ein kleines technisches Problem und mussten als eines der letzten Autos auf die Strecke und bekamen zusätzlich eine Strafzeit, was wir bedingt durch die schlechten Gripverhältnisse und die abermals nicht einwandfrei funktionierende Schaltung leider nicht kompensieren konnten.

Trotzdem war jeder außer sich als „Cecilia“ nach 22 Kilometern aus eigener Kraft über die Ziellinie rollte und somit war die Platzierung, welche leider nicht das Potenzial des Autos wieder spiegelte, nur Nebensache! Das Team hatte aus sich und dem Auto unter den gegebenen Umständen das Beste herausgeholt und was das wichtigste ist: Wir hatten Mal wieder eine Menge Spaß und haben weitere Erfahrungen gesammelt.

 Teamfoto Formula Student Austria


Teamfoto Formula Student Austria

Eine letzte Chance blieb uns noch um alles aus dem Auto raus zu holen, das letzte Event der Saison auf dem „Ricardo Paletti Circuit“ in Italien. Bei strahlendem Sonnenschein bezogen wir inzwischen routiniert unsere Box und reihten uns schon bald in die Warteschlange zur technischen Abnahme ein. Diesmal hatten wir nicht so viel Glück und mussten länger warten, vielleicht schon ein Vorbote auf das kommende Desaster. Zunächst schien alles nach Plan zu laufen, doch als der Blick der Judges auf unser noch aus Hockenheim verstärktes Rahmenrohr viel, war die technische Abnahme recht schnell beendet. Natürlich schickten wir noch während Hockenheim Mailanfragen an die Event-Organisationen von Österreich und Italien um abzuklären, ob die Lösung auch für diese Events in Ordnung ginge. Was in Österreich noch ohne Beanstandung durchgewunken wurde, wurde uns nun zum Verhängnis, denn trotz aller Überzeugungsversuche beharrten die Italiener auf ihrer Meinung und gaben uns unmissverständlich zu verstehen, dass wir so keine Abnahme bekommen werden.

Fassungslosigkeit im Team schlug schon bald in Resignation um, denn alle Lösungsmöglichkeiten schienen eine unüberwindbare Hürde zu sein und die Motivation Aller viel auf den Saisontiefpunkt. Glücklicher Weise behielten einige Teammitglieder trotzdem einen kühlen Kopf und erarbeiteten eine Lösungsmöglichkeit, welche tatsächlich machbar erschien und nachdem nach langen Verhandlungen auch die italienischen Judges überzeugt waren, rückte das Ziel technische Abnahme plötzlich in greifbare Nähe. Schlagartig war die Motivation im Team zurückgekehrt und mit vereinten Kräften und der Unterstützung anderer Teams schafften wir es tatsächlich durch die Abnahme!

Leider hatten wir dabei viel Zeit verloren, sodass wir gerade so die ersten zwei dynamischen Disziplinen bestreiten konnten. Die Ergebnisse waren dem entsprechend bescheiden. Auch im Autocross machten uns einige technische Probleme einen Strich durch die Rechnung, was uns einen schlechten Startplatz beim Endurance bescherte. Mit den letzten Resten Kraft und Motivation bereiteten wir das Auto so gut es ging auf den Endurance vor, große Hoffnung bestand jedoch bei keinem mehr.

Trotz alledem versammelte sich das gesamte Team auf der Tribüne und wartete gespannt auf den Start. Als unser Bolide dann endlich die ersten Meter der Strecke unter die Räder nahm, wurde relativ schnell klar, dass alle Sorgen völlig unbegründet waren.

F14 beim Endurance in Italien

F14 beim Endurance in Italien

Das Auto lief besser als je zuvor und mit jeder Runde verbesserten sich unsere Rundenzeiten, nur gebremst durch die wesentlich langsameren Teams auf der Strecke. Das gesamte Team wie auch der Rest der Tribüne war außer sich als „Cecilia“ nach 22 Kilometern vom Jubel getragen über die Ziellinie fuhr und auf der Anzeigetafel ganz oben mit Bestzeit „FaSTDa“ stand. Wir erreichten somit schließlich den 6. Platz im Endurance und den 17. Von 44 teilnehmenden Teams Insgesamt!

Mit diesem wirklich tollen Ergebnis hatte nach all den Strapazen nun wirklich keiner mehr gerechnet und somit war es ein umso schönerer Abschluss der Saison 2014.

Teamfoto Formula Student Italy

Teamfoto Formula Student Italy